GAL fordert dezentrale Verwaltungseinheiten

Die Fraktion grün+alternativ+links (GAL) fordert, den  historischen Standort der Bauverwaltung zu erhalten, anstelle von den kühnen Plänen einer zentralen Verwaltung zu träumen. Dem Bauausschuss wurden verschiedene Varianten eines Lösungswegs vorgeschlagen: „Wirtschaftliche Perspektiven zur Entwicklung des Geländes der Bauverwaltung der Hansestadt Lübeck“. Eine davon, Variante 3 a, sieht die Sanierung der Bestandsimmobilie und Erweiterung um einen Neubau im rückwärtigen Bereich des Grundstücks vor. Das südlich gelegene Grundstück soll laut Verwaltungsvorschlag für den Bau von Wohnungen genutzt werden. Hohe innere Funktionalität und wirtschaftlicher Betrieb durch den Bau einer kompakten Bauverwaltung werden dabei als Vorteile benannt. Die Betriebskosten könnten exorbitant gesenkt werden – auch durch den Wegfall des zweiten Standorts. Der Erschließungsaufwand wird als gering bezeichnet. „Wir sehen Vorteile darin, wenn Verwaltungsbereiche in der Innenstadt angesiedelt bleiben. Aufgrund sehr unterschiedlicher Zuständigkeiten ist es nicht zwingend notwendig, dass beispielsweise Jugendamt und Bauverwaltung in einem Gebäude vereint sind. Die räumliche Dimension eines einzigen großen Verwaltungsgebäudes wäre gigantisch. Man stelle sich den jetzigen Verwaltungskomplex an der Kronsforder Allee sechs Mal nebeneinander vor, um mehr als 3000 Mitarbeiter*innen unterzubringen. Hinzu kämen die Parkflächen, die sowohl für Mitarbeiter*innen als auch Kund*innen benötigt werden, die nicht das Fahrrad oder den  ÖPNV nutzen können. Das macht aus unserer Sicht keinen Sinn“, so der Bauexperte der GAL, Carl Howe, der mit Erhalt der alten Baubehörde auch den Denkmalschutz gestärkt sieht.

 

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