GAL zur Wakenitz: Politik muss endlich liefern!


Das Thema „Wakenitz“ erhitzt derzeit die Gemüter, wie die Erderwärmung den Fluss. Dabei gibt es eine Konzeptskizze des Bereichs Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, wie die Gewässerqualität verbessert werden und die Artenvielfalt gefördert werden kann.

„Anstatt mit immer neuen Ideen und Prüfaufträgen um die Ecke zu kommen und Verwaltung damit zu beschäftigen, müssen die Fraktionen endlich die benötigten personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen“, fordert GAL-Politikerin Katja Mentz, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Linke & GAL.

Es braucht Personal und Geld

Katja Mentz stellt im Umweltausschuss, am 15. September, den Antrag, im kommenden Haushalt eine zusätzliche Personalstelle im Bereich Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz zu schaffen. Dazu wird ein Budget in Höhe von 500.000 Euro beantragt, um den städtischen Eigenanteil bei Förderanträgen finanzieren zu können.

„Lübeck könnte Millionen Fördermittel aus Programmen erhalten, um konkrete Maßnahmen im Lübecker Einzugsgebiet einzuleiten und mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg sowie länderübergreifend mit Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Doch dafür braucht es zunächst mindestens eine zusätzliche Personalstelle in dem Fachbereich. Das hatte die Verwaltung bereits im Mai des vergangenen Jahres deutlich gemacht, als wir das Thema Wakenitz auf die Agenda des Umweltausschusses gesetzt hatten.

SPD und CDU sollten sich mit der beschlossenen Konzeptskizze und den vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen beschäftigen, anstatt ökologisch unsinnige Nebelkerzen zu werfen und sogar das Naturschutzgesetz an die Freizeitnutzung anpassen zu wollen“, so Katja Mentz.

Runder Tisch Wakenitz

Weiterer Teil ihres Antrags sieht die Initiierung eines Runden Tisches Wakenitz vor, um mit Vertretungen der Naturbäder, Naturschutzverbänden und Kommunalpolitik in den Austausch zu gehen und über geplante und erfolgte Maßnahmen sowie Ergebnisse zu berichten.  „Unsere Wakenitz Veranstaltung, am 24. August in der VHS, hat verdeutlicht, dass es ein Informationsdefizit gibt und der Austausch über ökologisch sinnvolle, koordinierte Maßnahmen wichtig ist“, so die GAL-Politikerin.
Die bei der Veranstaltung gehaltenen Vorträge können in diesem Beitrag: Rückblick auf die Wakenitz Veranstaltung nachgelesen werden.

„Klimawandel und Nährstoffeinträge über Jahrzehnte sind Hauptursachen für den heutigen Zustand des Gewässers. Die Wakenitz auf ihrer gesamten Länge pauschal „krautfrei“ für die Freizeitnutzung zu halten und den Fluss auszubaggern, sind Vorschläge der SPD, die schwere ökologische Schäden anrichten und die Probleme vergrößern würden.“

Erholungsnutzung muss naturverträglich bleiben

Deshalb ist eine weitere Forderung des Antrags von Linke & GAL, dass Maßnahmen zur Sicherung der Erholungsnutzung ausschließlich naturverträglich, räumlich begrenzt, fachlich begründet und auf Grundlage eines ökologischen Monitorings umzusetzen seien. „Vorrang haben die dauerhafte Verringerung von Nährstoffeinträgen, die Renaturierung belasteter Zuflüsse und Uferbereiche sowie die Sicherung und Wiederherstellung naturnaher Lebensräume“, heißt es in dem Antrag.

„Wir haben im April 2026 eine sehr gute Konzeptskizze der Verwaltung zur nachhaltigen Verbesserung der Gewässerqualität in der Wakenitz und Förderung der Biodiversität beschlossen. Nun gilt es, die Verwaltung zu stärken, damit das Konzept weiter ausgearbeitet und zügig umgesetzt werden kann. Dafür braucht es Personal und Geld. Das ist, wofür Politik sich jetzt stark machen muss“, so Katja Mentz.

Der Antrag von Katja Mentz (GAL) im kommenden Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung im Wortlaut:

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