Bibliothek der Dinge: Was lange währt wird endlich gut
Dank einer Kooperation zwischen den Entsorgungsbetrieben Lübeck, der Emil-Possehl-Schule, der Friedrich-List-Schule und der Bibliothek des dazugehörigen Berufsschulzentrums wurde Lübecks erste „Bibliothek der Dinge“ eröffnet. Ermöglicht wurde dies unter anderem durch das Engagement der EBL-Nachhaltigkeitsmanagerin Jana Sperlich und einer Förderung durch den Lübecker Klimafonds.
„Damit wurde nun umgesetzt, was wir vor vier Jahren als Idee in die Bürgerschaft eingebracht und beantragt hatten“, freut sich Katja Mentz, Mitglied der GAL-Wähler*innengemeinschaft. „Dinge, die wir zwar brauchen, aber nicht täglich nutzen, haben wir alle zuhauf. Was liegt näher, als in den Stadtteilen Orte zu schaffen, wo wir solche Dinge ausleihen können, anstelle sie kaufen zu müssen. Das spart Ressourcen und fördert das Gemeinwohl. Sich hierbei zu engagieren, passt zu der Selbstverpflichtung der Hansestadt Lübeck, die UN-Nachhaltigkeitsziele mit Leben zu füllen.“
Die frisch gebackene „Bibliothek der Dinge“ im Stadtteil St. Lorenz Nord bietet 38 Gegenstände von A bis Z zum Ausleihen an. Dabei sind Akkubohrer, Dampfreiniger, Karaoke-Anlage und Nähmaschine. Auch eine Playstation, eine Sofortbildkamera, eine Ukulele, Wandscanner, Wikingerschach und ein Zimmerpflanzenplanetarium können entliehen werden. Das Angebot soll weiter wachsen und ist hier einzusehen: www.epshl.de/buecherei.html
„Unser Antrag sah vor, eine „Bibliothek der Dinge“ in vielen Lübecker Stadtteilen zu schaffen. Mit diesem schönen Beispiel in St. Lorenz Nord wird es sicherlich nicht lange dauern, weitere Kooperationspartner*innen, wie Nachbarschaftsbüros, Repair-Cafés oder die Hochschulen zu gewinnen“, ist GAL-Mitglied Hermann Eickhoff überzeugt.
Im Juli 2025 beantragte die Fraktion Linke & GAL über ihr Mitglied im Bauausschuss, Sascha Luetkens (Linke), in Beidendorf Tempo 30 einzuführen.
Die Initiative dazu kam von Ronald Thorn (GAL), der von Anwohnenden aus Beidendorf mehrfach angesprochen wurde: „Die Lärmkarte der Hansestadt Lübeck zeigt deutlich, dass in den benachbarten Stadtteilen und Ortschaften Blankensee, St. Hubertus und Krummesse ein hohes Lärmaufkommen durch regulären Autoverkehr und Raser verzeichnet wird. Die Verwaltung schlägt hier in allen Fällen die Einführung von Tempo 30 vor. Da es in Beidendorf eine ähnliche Problematik gibt – zudem auf einem kurzen Straßenabschnitt während der Badesaison bereits Tempo 30 gilt, lag es für uns nahe, für Beidendorf eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h zu beantragen. Viel Unterstützung für eine solche Maßnahme kommt aus der Beidendorfer Bevölkerung“, erläutert Ronald Thorn die Initiative. Zu dem üblichen Verkehr kam erschwerend noch die Situation hinzu, dass aufgrund einer Vollsperrung in Vorrade der Verkehr über Beidendorf umgeleitet wurde. Die Baumaßnahme ist mittlerweile abgeschlossen. „Das Problem besteht jedoch weiter“, so Ronald Thorn. Da viele Pkw mit Tempo 100 auf Beidendorf zufahren, würden etliche mit erhöhter Geschwindigkeit durch den Ort – mindestens die ersten hundert Meter – rasen, so der GAL-Kommunalpolitiker, der sich für Themen im ländlichen Raum einsetzt. „Das ist nicht nur laut, sondern auch gefährlich.“
Verwaltung lehnt Temporeduzierung ab
Nun kommt ein Bericht der Verwaltung, Bereich Stadtgrün und Verkehr in den Bauausschuss, in dem dargestellt wird, warum in Beidendorf kein ganzjähriges und durchgehendes Tempo 30 eingeführt werden soll.
Endlich hat der Umweltausschuss beschlossen, die seit Jahresbeginn vorliegende Konzeptskizze der Verwaltung (siehe unten 2) zur nachhaltigen Verbesserung der Gewässerqualität in der Wakenitz und zur Förderung der Biodiversität weiterzuverfolgen und auszuarbeiten.
Antrag zum Schutz der Wakenitz ein Jahr vertagt
Die Initiative geht auf einen Antrag von Katja Mentz (GAL) zurück, den sie bereits im Mai 2025 eingebracht und gemeinsam mit dem Arbeitskreis Wakenitz fachlich vorbereitet hatte (siehe unten 1). CDU, Grüne und FDP hatten eine Entscheidung dazu mehrfach vertagt, um dann einen Tag vor dem Ausschuss einen eigenen Antrag einzubringen, der nun beschlossen wurde:
Die Konzeptskizze solle weiter verfolgt und ausgearbeitet sowie Fördermittel beantragt werden. Die Verwaltung erhält dafür eine halbe Personalstelle, die intern durch Reststunden verschiedener Personalstellen im Fachbereich Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (UNV) entstehen soll. 50.000 Euro stehen zur Verfügung. Weitere Mittel sollen frühestens im Haushalt 2027 bereitgestellt werden.
Dank an die Umweltinitiativen
„Ich bin erleichtert, dass unsere Initiative endlich vorankommt“, so Katja Mentz, umweltpolitische Sprecherin von Linke & GAL. „Besonders danke ich dem Arbeitskreis Wakenitz, dem NABU und dem Naturschutzbeirat. Ihr Engagement hat deutlich gemacht, wie dringend politisches Handeln erforderlich ist. Wie engagiert auch im Bereich Umwelt, Natur und Verbraucherschutz gearbeitet wird, zeigt deren Konzeptskizze.“
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