Zehn Jahre GAL: für Mensch, Umwelt und Klima
Zehn Jahre GAL: Zehn Jahre klare Haltung für Mensch, Umwelt und Klima
Vor zehn Jahren, am 1. April 2016, wurde in Lübeck die Wähler*innengemeinschaft grün + alternativ + links gegründet, kurz GAL. Entstanden ist sie aus dem Anspruch heraus, in der Lübecker Kommunalpolitik eine konsequent soziale, ökologische und progressive Stimme zu sein – klar in der Haltung, nah an den Menschen und mit dem festen Willen, kommunalpolitische Entscheidungen an Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Teilhabe auszurichten.

Die GAL-Gründungsmitglieder kamen ursprünglich von den Grünen und der Linken, wo sie politische Ziele und Grundwerte nicht mehr vertreten sahen. „Das war damals ein drastischer Schritt“, erinnert sich GAL-Vorstandsmitglied Hermann Eickhoff. „Doch bereut haben wir es nie.“
„Als fünfköpfige Fraktion konnten wir vom ersten Moment an vieles bewegen“, erinnert sich auch Katja Mentz an die stürmische Zeit. „Ein großes Thema war damals der Erhalt der 48 Linden an der Untertrave, wofür wir uns als GAL zusammen mit der Bürgerinitiative erfolgreich eingesetzt haben. Auch die Linden feiern in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum.“

Ein paar Jahre später konnten die politisch erfahrenen Urgesteine der GAL mit Gründung einer Bürgerinitiative auf dem Priwall die Abholzung des Wäldchens und die geplante Bebauung des dänischen Investors am Kohlenhof verhindern. Aktuell engagiert sich die GAL im Naturschutzbereich kompromisslos für den Erhalt des Stadtwaldes Bartelsholz und die dringend notwendige Renaturierung der Wakenitz und ihrer Zuflüsse. „Als starke und klare Stimme für den Naturschutz und die Förderung der Biodiversität ist die GAL wichtiger denn je“, ist Katja Mentz, die seit 26 Jahren kommunalpolitisch aktiv ist, überzeugt.

Auch in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Partizipation und Teilhabe, Betreuung und Inklusion zeigt sich, dass die GAL seit zehn Jahren wichtige Impulse setzen und für die Betroffenen Erfolge erzielen konnte. Hier hat vor allem Juleka Schulte-Ostermann, die 2018 als neues Mitglied zur GAL kam, viel erreicht. „Der Erfolg unserer politischen Arbeit hängt auch damit zusammen, dass wir unsere Grundsätze in großer Einigkeit vertreten, schnell reagieren können, und wir unser Ohr an der Basis haben. Wir stehen mit Initiativen und Menschen der Zivilgesellschaft in Kontakt und sind durch unser Engagement in Lübeck gut vernetzt.“ Seit der Kommunalwahl 2023 vertritt Juleka Schulte-Ostermann die GAL in der Bürgerschaft. Ein zweites Mandat verpasste die Wähler*innengemeinschaft knapp mit nur wenigen Stimmen.
Ein Blick auf die GAL-Internetseite zeigt, dass für die Wähler*innengemeinschaft seit jeher die Bereiche Ökologie und Soziales zusammengehören. Sei es bei der Verkehrswende, die den ländlichen Raum und Menschen mit niedrigen Einkommen nicht vergessen darf oder beim dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum – anstelle zunehmender Versiegelung durch den Bau von Eigentums- und Ferienwohnungen sowie Einfamilienhäusern in Landschaftsschutzgebieten.
„Für uns ist Solidarität mit Menschen, die ihre Heimatländer verlassen müssen, selbstverständlich, und die Förderung der freien Kulturszene so bedeutend wie die Vielfalt der Lübecker Museen“, ergänzt Hermann Eickhoff die Bandbreite an lokalen Themen, für die sich die GAL auch in Zukunft einsetzen wird.
Zehn Jahre nach ihrer Gründung ist die GAL deshalb nicht nur ein fester Bestandteil der Lübecker Kommunalpolitik, sondern für viele Menschen auch eine verlässliche politische Kraft: kritisch, konstruktiv und mit klarem Kompass.
„Unser Jubiläum wollen wir natürlich auch mit politischen Weggefährt*innen, Freundinnen und Freunden gebührend feiern.“ Ein buntes Fest für Groß und Klein plant die GAL im Sommer durchzuführen, wenn das Wetter zum Verweilen in frischer Luft einlädt.
