GAL: Bartelsholz retten, echte Verhandlungen ermöglichen!

Um das Bartelsholz zu erhalten und die Nordumgehung der Stromtrasse zu ermöglichen, soll der Bürgermeister auf Antrag von Bündnis 90/ Die Grünen, CDU und FDP beauftragt werden, „unverzüglich Kontakt zu den Eigentümern aufzunehmen und die Bedingungen eines Erwerbes / Pachtung der für die Maststandorte und Leitung benötigten Flächen auf der Nordumgehung zu klären.“
Das wird von unserer Fraktion Linke & GAL ausdrücklich unterstützt.
Weiter heißt es in dem Antrag der Jamaika-Fraktionen:
„Es werden dabei keine Haushaltsmittel der Hansestadt Lübeck in Anspruch genommen und es werden keine Flächen der Stadt zum Tausch oder Verkauf angeboten.“
Diese Einschränkung eines Gesprächsverlaufs stößt allerdings auf scharfe Kritik bei der Fraktion Linke & GAL.

„Ich hatte bereits im Umweltausschuss kritisiert, dass wir uns mit einer solchen Festlegung selbst knebeln würden und hatte betont, wie wichtig es ist, offen in ein solches Gespräch gehen zu können. Warum sollen wir nicht Flächen zum Tausch anbieten oder eine Teilfläche kaufen, wenn damit die Chancen steigen, das wertvolle Bartelsholz zu retten“, so Katja Mentz (GAL). „Unser Bürgermeister muss doch ein faires Angebot unterbreiten können, wenn er das Gespräch mit den Landwirt:innen sucht.“
Die GAL-Politikerin ist überzeugt: „Die Chancen auf eine Trassenführung nördlich des Waldes steigen, wenn die Masten auf städtischen Ackerflächen errichtet werden könnten.“ Möglichst „öffentlich vor privat“ ist eine Maßgabe bei der Trassenplanung. Und Acker wird hierbei ein geringeres Konfliktpotenzial zugeschrieben als Wald.
Wie viele landwirtschaftliche Betriebe wären betroffen?
„In der Sitzung des Umweltausschusses kam auf Nachfrage heraus, dass bei der nördlichen Umgehung des Bartelsholzes lediglich zwei landwirtschaftliche Betriebe direkt durch das Aufstellen von Masten betroffen wären – einer davon wäre dies auch bei der von TenneT bevorzugten Trassenvariante quer durch das Bartelsholz“, so Katja Mentz. „Vier Flurstücke, über die eine Nordumgehung führen würde, befinden sich im städtischen Eigentum, etwa vierzehn sind es nicht.“ Eine Karte mit den entsprechenden Flurstücken liegt der Fraktion vor.
Linke und GAL stellen Änderungsantrag: Tausch und Kauf ermöglichen!
Um alle Möglichkeiten zur Waldrettung nutzen zu können, stellt die Fraktion Linke & GAL einen Änderungsantrag zu dem von Grünen, CDU und FDP. Darin heißt es:
„Der zweite Absatz des Änderungsantrags zu 380 /110 kV Überlandleitung – TenneT wird wie folgt geändert:
Die Gespräche mit den Landwirt:innen sollen offen geführt werden. Es wird vonseiten der Hansestadt Lübeck nicht ausgeschlossen, dass Flächen der Hansestadt Lübeck zum Tausch angeboten und/oder Haushaltsmittel zum Ankauf von (Teil-)Flächen verwendet werden.“
„Wenn wir als Bevölkerung, Verwaltung und Politik zusammenstehen, steigen die Chancen, das Amt für Planfeststellung Energie in Kiel von der nördlichen Umgehung als Vorzugstrasse zu überzeugen und das Bartelsholz zu retten“, so die Fraktion Linke & GAL.