Endlich Ehe für alle

Rolf Klinkel

Am Freitag, 30. Juni hat der Bundestag entschieden: Schwule und lesbische Paare können nun heiraten und auch Kinder adoptieren. Die Lübecker GAL begrüßt die Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.

Hierzu erklärt Rolf Klinkel, Mitglied der Bürgerschaft und schwulenpolitischer Sprecher der GAL: „Ich freue mich darüber, dass die Diskriminierung von Lesben und Schwulen im Eherecht nun endlich beendet ist und beim Heiraten die sexuelle Identität der Paare keine Rolle mehr spielt. Wir mussten lange dafür kämpfen. Aber unser Einsatz hat sich gelohnt!

Im Namen meiner Bürgerschaftsfraktion und der GAL bedanke mich bei allen Lübecker Mitkämpfer*innen, insbesondere bei den Mitgliedern des CSD-Vereins und dessen Vorsitzenden Christian Till.

Zwar sind über dreiviertel der Menschen in unserem Land für die sogenannte „Homoehe“, aber immer noch 40 Prozent der Befragten finden es „ekelhaft“, wenn sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit küssen.

Unser Kampf für die gesellschaftliche Akzeptanz homosexueller Menschen ist nach wie vor nicht zu Ende. Hier haben wir noch viel zu tun!“

 

Katja Mentz 5. Juli 2017

Liebe ist ein Menschenrecht! Regenbogenempfang der Fraktionen am internationalen Tag gegen Homophobie

Am 17.Mai ist der internationale Tag gegen Homophobie. An diesen Tag setzt die Hansestadt ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierungen und Verfolgungen homosexueller Menschen: Am Rathaus weht die Regenbogenfahne der lesbisch schwulen Bewegung und  vor dem historischen Gebäude beginnt um 18 Uhr eine Kundgebung des Lübecker CSD e.V. mit einer Luftballonaktion: 175 Ballons werden aufsteigen und eine Botschaft für Toleranz und Vielfalt über die Grenzen Lübecks tragen.

Im Rathaus hat die GAL mit den anderen Bürgerschaftsfraktionen anschließend einen Regenbogenempfang organisiert, der um 18:30 Uhr beginnt.

Hierzu meint Rolf Klinkel, Bürgerschaftsmitglied der GAL: »Manche meinen, ein solcher Gedenktag sei in unserem aufgeklärten, toleranten Land nicht mehr notwendig. Mitnichten!

Deutschland erlebt wieder eine rückwärtsgewandte Diskussion über den Umgang mit der Vielfalt sexueller Identitäten und Orientierun­gen. Mit homophoben, sexistischen und rechtspopulistischen Parolen sollen all jene Menschen ausgrenzt werden, die nicht den heterosexuellen Standard entsprechen.

Denn die bürgerliche Gesellschaft akzeptiert in ihrer Mehrheit keine Abweichung von der Norm. Und die Norm ist weiß, heterosexuell, christlich und männlich. Das hat die Studie Die enthemmte Mitte bestätigt. 40 Prozent der Befragten sagen, es sei ›ekelhaft‹, wenn sich Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit küssen. Fast jeder Vierte findet Homosexualität unmoralisch. Mehr als ein Drittel will nicht, dass gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt sind. Und das sind nicht alles Wähler*innen von AfD, CSU und CDU. Nein, auch Wähler*innen der SPD (43,4 %), Linken (30,2 %) und Grünen (23,5 %) schüttelt es, wenn sich Schwule oder Lesben knutschen.

Dem entgegenzuwirken, ist unser aller Engagement gefragt!«

Die Lübecker GAL bittet alle Lübecker Lesben, Schwule und Transgender, deren Freund*innen, Familien und Kolleg*innen, an der Kundgebung und Aktion des CSD-Vereins teilzunehmen, der Homophobie die rote Karte zu zeigen und wir laden alle zum Regenbogenempfang ins Rathaus ein.

 

Internationaler Frauentag bleibt aktuell

©Katja Mentz

Zum 106. Mal jährt sich der Internationale Frauentag. Damalige Forderung der sozialistischen Arbeiterinnenbewegung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen, das in Deutschland schließlich sieben Jahre später eingeführt wurde. Es sind jeweils Jahrzehnte vergangen ehe es gelang, weitere Forderungen durchzusetzen, wie die rechtliche Gleichstellung im Grundgesetz, Selbstbestimmung über den eigenen Körper (Reformierung des § 218), sexuelle Selbstbestimmung (Strafbarkeit der Vergewaltigung in der Ehe) oder die mit der Kampagne „Nein heißt Nein“ einhergehende Reform des Sexualstrafrechts.

Frauen kämpfen vereint seit Jahrzehnten darum, was selbstverständlich sein sollte: um Gleichberechtigung, um Selbstbestimmung und um Unversehrtheit.

In Europa erlebten wir kürzlich Versuche, die körperliche Selbstbestimmung von Frauen und ihr Recht auf Unversehrtheit massiv abzubauen. So sollte in Polen das Recht, eine Schwangerschaft zu unterbrechen, zurückgenommen werden. Und die türkische Regierung wollte Vergewaltigungen durch anschließende Heirat des Opfers legitimieren. Nur durch massive Proteste in den jeweiligen Ländern gelang es, dies zu verhindern.

Mit einem Women’s March in den USA zeigten Frauen dem neu gewählten Präsidenten Trump die rote Karte gegen seine frauenverachtende Haltung, seine sexistischen und rassistischen Sprüche.

Geschlechtsspezifische Gewalt und Verstöße gegen die Menschenrechte sind weiter an der Tagesordnung – weltweit. Jede dritte Frau wird Opfer häuslicher Gewalt, 200 Millionen Frauen und Mädchen sind von Genitalverstümmelung betroffen, Zwangsheirat, Kinderehen, Frauenhandel und Zwangsprostitution gibt es auch in Deutschland.

Dagegen mögen Forderungen nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, Verhinderung von Armut bei Alleinerziehung, folglich Armut im Alter, Aufbrechen von Doppelbelastungen bei Kindererziehung und gleichzeitiger Erwerbstätigkeit harmlos erscheinen, sind jedoch genauso Indiz dafür, dass wir die patriarchal geprägte Gesellschaft auch in Deutschland noch lange nicht überwunden haben und Frauenbewegung nicht zur Ruhe kommt.

Somit gibt der 8. März zwar Grund zum Feiern. Doch bleibt der Internationale Frauentag weiterhin in erster Linie das Datum, an dem wir uns weltweit mit allen Frauen, die von Gewalt und Diskriminierung betroffen sind, solidarisieren, die Einhaltung von Menschenrechten einfordern und bisher Errungenes verteidigen.

Die Fraktion GAL wird sich am ersten Lübecker Women’s March am 11. März beteiligen und ruft Frauen sowie Männer dazu auf, mitzumachen.

 

Zum 25. November, Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Heute ist internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Ein Tag, der jährlich daran erinnert, wie viele Frauen weltweit Opfer von Gewalt werden und dass die Bemühungen, dies zu ändern, nicht […]

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Frauen-Anträge im Sozialausschuss unerwünscht!

„Die von der Frauen-Bürgerschaft im März meist mit großer Mehrheit beschlossenen Anträge sind in der Bürgerschaft und ihren Ausschüssen offenkundig weiter unerwünscht“, erklärt Rolf Klinkel, sozialpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion in […]

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Akzeptanz sticht Toleranz

Unter diesem Motto werden am Sonnabend Tausende in Lübeck für gleiche Rechte und gegen die  Ausgrenzung homosexueller MitbürgerInnen demonstrieren. Wir – und das schreibe ich als Schwuler – sind noch immer […]

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Katja Mentz 11. August 2016

Homophobie tötet

Wir sind entsetzt über den Terroranschlag auf den Homosexuellen Club Pulse in Orlando, USA. Wir trauern um die Opfer des Massakers. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt den Freundinnen, Freunden, Partnerinnen […]

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Katja Mentz 23. Juni 2016

Rehabilitierung homosexueller Opfer des § 175

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie am 17. Mai fordert die Lübecker GAL-Fraktion die unverzügliche Rehabilitierung und Entschädigung  aller Opfer des §175 StGB. Hierzu erklärt Rolf Klinkel, Mitglied der Bürgerschaft […]

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Katja Mentz 16. Mai 2016

Gemeinsam gegen Homophobie

Homophobie bezeichnet  eine soziale gegen Lesben und Schwule und ihre Lebensweise gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit. Sie ist  ein ernst zu nehmendes Problem, und schränkt die grundgesetzlich garantiert freie Entfaltung der […]

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Katja Mentz 14. Mai 2016