GAL kritisiert verkehrspolitischen ‚Eierkurs‘ der GRÜNEN
Die GAL kritisiert die ablehnenden Äußerungen der Lübecker Grünen in der jüngsten Bauausschusssitzung zur geplanten Stadtgrabenbrücke für Fußgänger*innen und Fahrräder. Bereits vor Monaten hatte ein Vertreter der Grünen sich der CDU angeschlossen, die prüfen lassen wollte, die Brücke auch für den Autoverkehr zuzulassen. Die GAL zeigt sich verwundert über den Eierkurs der Grünen Fraktion. „Seit langem fordern wir als GAL, den Radverkehr zu stärken und für die Umsetzung der Mobilitätswende mehr Mittel und Personal bereitzustellen. Mit der Stadtgrabenbrücke wird endlich eine sichere Alternative für alle nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer*innen zum Lindenteller geschaffen. Wir freuen uns und begrüßen, dass die Verwaltung jetzt Nägel mit Köpfen macht und damit ein deutliches Zeichen für die Stärkung der umweltfreundlichen Mobilität in Lübeck setzt.“, so Carl Howe, baupolitischer Sprecher der GAL. „Die Kritik an der Verwaltung und das „Rumeiern“ der Grünen ist nicht nachzuvollziehen. Natürlich löst diese eine Brücke nicht das grundsätzliche Problem von zu viel motorisiertem Individualverkehr in der Stadt. Doch mehr attraktive und sichere Wege für Radfahrende und Fußgänger*innen führen automatisch dazu, dass mehr Menschen das Auto stehen lassen werden.
Vor einem halben Jahr beantragte die Fraktion Freie Wähler und GAL die Einrichtung eines Internet-Portals, auf dem Eltern, Schüler*innen und Lehrkräfte Gefahrenpunkte auf Schulwegen und Verbesserungsvorschläge melden können, ähnlich der Bürgerbeteiligung ‚Lübeck überMORGEN‚. „Nach einer zweimonatigen Phase soll die Umfrage von Polizei und Verwaltung ausgewertet und mit Vorschlägen für konkrete Maßnahmen der Politik vorgestellt werden.“, erläutert Katja Mentz (GAL) den Antrag, der nun erneut zur endgültigen Entscheidung in die Bürgerschaft kommt.
„Im Ausschuss für Schule und Sport sowie im Bauausschuss wurde der Antrag mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt.
Es hat sich jedoch an den bekannten Gefahrenpunkten auf Lübecks Schulwegen innerhalb der letzten Jahre nichts verbessert. Dabei geraten insbesondere die jüngsten Schulkinder immer wieder in gefährliche Situationen im morgendlichen Straßenverkehr.
Das ist verantwortungslos!“, so Katja Mentz, selbst Mutter von insgesamt drei Kindern.
„Ich werde immer wieder auf gefährliche
Straßenüberquerungen und andere Missstände auf Schulwegen angesprochen:
Schönböckener Straße, Travemünde, Kahlhorststraße, Moltkestraße,
Meierstraße, Wahmstraße… Viele Eltern wissen nicht, was
sie tun können und an wen sie sich wenden müssen, damit sich etwas
verbessert. Im Bauausschuss wurde auf Schulwegsicherungspläne verwiesen,
die von Polizei, Verkehrsplanung, Schulträger, Lehrkräften und Eltern
erstellt wurden. Diese sind jedoch nach meiner
Kenntnis zum Teil total veraltet und schwer zu aktualisieren. Fahrender
und parkender Pkw-Verkehr haben zugenommen, Schulwege haben sich
verändert. Nicht alle Kinder gehen in Wohnortnähe zur Schule, zahlreiche
Elterntaxis in engen Wohnstraßen stellen eine
zusätzliche Gefährdung dar.
Deshalb: Um Gefährdungspunkte zu erkennen, sind
Einzelhinweise von Betroffenen besonders wertvoll. Doch es reicht nicht,
eine Meldung bei der Schule oder dem Bereich Verkehr zu machen. Denn es
braucht verantwortliches Personal, das entsprechende
Verbesserungsmaßnahmen umsetzt und Betroffenen Rückmeldung gibt. Bisher
laufen viele Meldungen ins Leere und es passiert nichts.“, appelliert
Katja Mentz an die Mitglieder der Bürgerschaft, dem Antrag zuzustimmen.
GAL lehnt jetziges Verfahren zum Mobilitätskonzept Travemünde ab
Die Fraktion Freie Wähler und GAL lehnt das jetzige Verfahren zum Mobilitätskonzept Travemünde ab und fordert, eine Arbeitsgruppe Verkehrswende, bestehend aus Verkehrsexpert*innen, Betroffenen, Verwaltung und Politik zu initiieren. Gemeinsam soll innerhalb eines halben Jahres ein Konzept erarbeitet werden. Die zahlreichen, detaillierten Änderungsanträge verschiedener Fraktionen sollen in der Arbeitsgruppe beraten und gegebenenfalls eingearbeitet werden. Bereits bekannte Gefahrenpunkte für Fußgänger*innen und Radfahrende sollen unverzüglich beseitigt werden.
Antje Jansen
„In der letzten Bauausschusssitzung wurde von CDU und SPD eine halbe Stunde vor Ausschussbeginn ein Antrag eingebracht, der zahlreiche Änderungsmaßnahmen für das Mobilitätskonzept der Stadtverwaltung beinhaltet. Weitere Anträge einzelner Ausschussmitglieder verschiedener Fraktionen wie auch die Ablehnung des Mobilitätskonzeptes durch den Ortsrat Travemünde machen deutlich, dass niemand mit der Vorlage VO/2019/07291 Mobilitätskonzept Travemünde einverstanden ist. Es gibt sehr viele unterschiedliche Vorschläge, die sich zum Teil inhaltlich konträr gegenüber stehen.“ Antje Jansen (GAL) kritisiert das Vorgehen scharf: „In der Bürgerschaft sind nur sehr wenige Mitglieder, die in Travemünde wohnhaft sind oder dermaßen detaillierte Ortskenntnisse haben, um jede der vorgeschlagenen Änderungsmaßnahmen wirklich bewerten zu können. Deshalb halten wir es für fahrlässig, ein unzulängliches Konzept mit zahlreichen zusätzlichen Änderungen zu beschließen. Ein Mobilitätskonzept muss von Fachleuten erstellt werden und Vorschläge der Bevölkerung beinhalten, um zum einen professionell zu sein und auf Akzeptanz zu stoßen.“ Der Antrag der Fraktion im Wortlaut:
Kostenloser Nahverkehr für Lübecks Touristen: Antje Jansen (GAL) begrüßt den Vorstoß des Bürgermeisters als ersten Schritt.
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