Street Art – Kunst im öffentlichen Raum – wird in vielen Städten seit Jahren anerkannt und gefördert.
In Lübeck sind es Perlen, die mit der Lupe zu suchen sind.
Look on Lübeck, eine Projektinitiative von Anja Doehring mit Joan Aguiló & Catalina I. Florit
Die Fraktion Freie Wähler & GAL beantragt in der kommenden Bürgerschaft ein Konzept für ein Street Art Festival in Lübeck, das bei Erfolg jährlich stattfinden soll. „Die Idee dafür trage ich schon etwas länger in mir. Als ich nun in Norwegen war, hat mich die dortige Street Art total begeistert und der Gedanke blieb, dass wir diese Art der Kunst auch in Lübeck fördern sollten“, erläutert Katja Mentz von der GAL, wie es zu dem Antrag kam.
Streetart Stavanger 2020
„Beim Stadtspaziergang entdeckt man in Städten wie Stavanger oder Bergen in vielen Straßen großflächige wie auch kleinformatige Kunst an Mauern und Gebäuden. Das war wie eine Schnitzeljagd mit Fotoapparat, eine geniale Form, Kunst und deren Entstehung öffentlich zu zeigen und zu fördern.
Stavanger 2020
Eine Internetseite informiert über die Orte, an denen öffentliche Kunst zu finden ist sowie über die jeweiligen Künstler*innen. So wie die Norwegische Meierei Tine ihre Gebäude für Street Art nutzt, kann ich mir auch gut ein großflächiges Bild bei Brüggen vorstellen.“
„Auch
in Deutschland gibt es viele Städte, die regelmäßige Street Art
Festivals veranstalten“, weiß Hermann Eickhoff, kulturpolitischer
Sprecher der GAL. „Als Wahlplakatmotiv für bezahlbares Wohnen
hatte die GAL 2016 bereits das Foto eines künstlerisch gestalteten
Hauses in Dresden genutzt. Wohnen muss nicht nur bezahlbar, es darf
auch kreativ gestaltet sein“, so Hermann Eickhoff.
Street Art von Joan Aguiló in Lübecks Percevalstraße auf Initiative von Anwohner*innen
Der
Bürgerschaftsantrag der Fraktion sieht vor, dass analog zu anderen
Städten ein Konzept für Lübeck erstellt werden soll, ein
jährliches Street Art Festival zu veranstalten und regionale sowie
renommierte internationale Street Artists hierzu einzuladen.
Interessierte können bei der Entstehung der Kunst im öffentlichen
Raum dabei sein. Flankierend sollen während dieses Street Art
Festivals Workshops für junge Menschen und weitere
Kulturveranstaltungen stattfinden. „So kann die gesamte Lübecker
Kunst- und Kulturszene sowie die Bevölkerung mitgenommen werden. Für
Gäste der Hansestadt entsteht eine moderne kulturelle Attraktion,
die auch, wenn Museen geschlossen sind, zur Betrachtung an der
frischen Luft einlädt.“
Kristiansand 2020
Street
Art bleibt öffentlich sichtbar und kann sich mit der Zeit zu einem
weiteren Markenzeichen Lübecks als Kulturstadt entwickeln, indem die
Kunst auf eigene Faust oder durch geführte Stadtspaziergänge
entdeckt und über die jeweiligen Street Artists informiert wird.
Dabei soll sich die Kunst im öffentlichen Raum nicht auf die
Altstadt beschränken – ganz im Gegenteil.
Bergen 2020
„Stavanger hat es innerhalb weniger Jahre weltweit unter die ersten fünf Top Städte für Street Art gebracht und lädt jährlich lokale wie auch weltbekannte Künstler*innen ein, die Stadt um weitere Kunstwerke zu bereichern. Was es in Lübeck bereits vereinzelt gibt, kann mit einem Konzept wachsen und auch Lübecks Kultur bereichern“, so die GAL.
Seltener Anblick des Künstlers Julien Casabianca, 2016 in der Schildstraße entstanden
„In diesem Jahr ist es leider nicht möglich, den CSD mit einer Demonstration und anschließendem lebendigen und vielfältigen Straßenfest in Lübeck zu begehen, wie es in den vergangenen Jahren Tradition geworden war. Wir begrüßen es sehr, dass der CSD e.V. es dennoch geschafft hat, ein Programm auf die Beine zu stellen und nehmen als Gäste teil“, so Antje Jansen, Mitglied der Bürgerschaft für die GAL.
GAL: Umsetzung der Kitagesetz-Reform mit vielen Verbesserungen
Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler & GAL beurteilt die Beschlüsse der Bürgerschaft zur Umsetzung der Kitagesetz-Reform in Lübeck unterm Strich positiv: „Wir konnten mit dem interfraktionellen Beschluss viele Verbesserungen für Lübecks Eltern erwirken. Unsere Forderung, die Geschwisterermäßigung auch für Kinder in der Betreuten Grundschule, im Hort und in Ganztag an Schule anzuwenden, wurde beschlossen. So erfahren Eltern mehrerer Kinder in Betreuungseinrichtungen eine erhebliche finanzielle Entlastung. Anders gesagt: Ohne die Ausweitung der Geschwisterermäßigung hätten Eltern mehrerer Kinder trotz Beitragsdeckel höhere Betreuungskosten gehabt.
Ein
Konzept für Inklusion
Wir
begrüßen, dass die unsäglich diskriminierende und gesetzeswidrige
Klausel aus der Entgeltordnung gestrichen wurde, Kindern aufgrund
erhöhten Förderbedarfs den Betreuungsplatz kündigen zu können.
Diese Klausel verstieß unter anderem gegen die UN
Behindertenrechtskonvention. Auch darauf mussten Elternvertretungen
und wir als Fraktion GAL und Freie Wähler erst aufmerksam machen. Es
kann nicht sein, dass Kinder die Leidtragenden dafür sind, dass es
nicht ausreichend qualifiziertes Betreuungspersonal gibt. Wir müssen
dafür sorgen – wenn wir Inklusion als gesamtgesellschaftliche
Aufgabe ernst nehmen, dass – egal in welchem Stadtteil, alle Kinder
einen Betreuungsplatz erhalten können, gemeinsam miteinander
aufwachsen und nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten gefördert
werden.
Deshalb
freuen wir uns umso mehr, dass unser Antrag beschlossen wurde, bis
zum Jahresende ein Konzept zu erstellen, wie Inklusion in Lübeck
gelingen kann. Wir brauchen ein Konzept, damit Inklusion und die
Erfüllung der rechtlichen Ansprüche der Kinder mit Behinderung
nicht nur leere Worte sind.
Es
bedarf Strukturen, die den Mitarbeitenden in den Kitas Inklusion
überhaupt erst möglich machen. In dem Konzept
soll konkret
benannt werden,
was es in Lübeck braucht, welche Personalkapazitäten und
Räumlichkeiten fehlen, um Inklusion umzusetzen. Mitarbeiter*innen
und Kitaleitungen sollen an dieser Konzepterstellung mitwirken.
Kritisieren
müssen wir jedoch, dass die Stadt sich eine Kündigung aus
„wichtigem Grund“ vorbehält und hierbei bewusst keine
juristische Definierung der Begriffe „wichtiger Grund“ vornimmt.
Damit bleibt eine undurchsichtige Hintertür offen.
Positiv
sehen wir, dass es künftig keine Jahresverträge mehr gibt und damit
Planungssicherheit insbesondere auch für Eltern besteht.
GAL Wahlplakat 2018
Mehr
Transparenz in der Kindertagespflege
Unser
Antrag, Zahlen zu den bestehenden Betreuungsverhältnissen in der
Kindertagespflege offen zu legen, ist mehrheitlich beschlossen
worden. Das sehen wir als dringlich an. Denn
den
jugendpolitischen Sprecher*innen fehlen aktuelle Zahlen darüber, wie
viele Kindertagespflegepersonen
derzeit in Lübeck tätig sind. Auch wollen wir mit unserem Antrag
wissen, in welchen Stadtteilen
jeweils wie viele Kindertagespflegeplätze
zur
Verfügung stehen und wie
viele Kinder ausschließlich aufstockende Kindertagespflege ergänzend
zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung benötigen.
Dies
sind Zahlen, die mit den jeweiligen Kita-Angeboten in den Stadtteilen
in Verbindung stehen. Fragen
zum
Alter der Kinder, zu
besonderem Förder- und Betreuungsbedarf sowie
zum Alter der betreuenden Personen sind wichtig, um eine transparente
Planung und den Bedarf zu ermitteln. Auch die Vertretungsregelung,
für den Fall, dass eine Kindertagespflegeperson erkrankt, ist bisher
nicht zur Zufriedenheit gelöst, obwohl
die Kitagesetz-Reform es zukünftig vorschreibt.
Sondersitzung
zum Thema Kindertagespflege abgelehnt
Damit
wir aktuelle Entwicklungen und bestehende Probleme mit ausreichend
Zeit und vor allem auch im Beisein der Betroffenen thematisieren
können, beantragten
wir
eine
Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses, bei dem sich ausschließlich
mit dem Thema Kindertagespflege hätte beschäftigt werden sollen.
Doch die Mehrheit in der Bürgerschaft mit
SPD und CDU lehnte
diesen
Antrag ab. Das
kritisieren wir scharf; die
durch die Bürgerschaft beschlossene Entgeltordnung der Hansestadt
Lübeck betrifft schließlich auch in erheblichem Maße die
Kindertagespflege. So wird zum Beispiel die Sachkostenpauschale von
1,73 Euro auf 1,10 Euro je Kind und Stunde gesenkt. Das sind
erhebliche Einbußen für Kindertagespflegepersonen, die sich in
Qualitätseinbußen
niederschlagen werden
–
es
sei denn, die Kindertagespflegeperson trägt die Mehrkosten aus
eigener Tasche. Ist das so gewollt von SPD und CDU? Unsere
Kritik daran, aber auch die Situation allgemein wollten
wir in einer Sondersitzung thematisieren und die Betroffenen dazu
hören. Kindertagespflege muss für die Fraktionen offen und
transparent werden, wenn wir darüber Beschlüsse fassen.
(C) K.Mentz/GAL
Transparenz
beim Elternbeitrag für Verpflegung
Ein
größeres Problem sehen wir auch darin, dass der Begriff
„angemessene Verpflegungskosten“ weder auf Landesebene noch in
Lübeck genau definiert ist.
Wir richten unsere Kritik an dieser Stelle insbesondere nach Kiel. CDU, FDP und GRÜNE hätten es auf Landesebene regeln müssen, wie hoch „angemessene Verpflegungskosten“ sind oder maximal sein dürfen. Wenn es in Lübeck dazu führt, dass Eltern, die Transferleistungen erhalten, die Verpflegungskostenpauschale nicht erstattet bekommen und deshalb 30 Euro aus eigener Tasche zahlen müssen oder der Elternbeitrag für Essen bei einem Freien Träger fast doppelt so hoch ist wie bei der Stadt, dann stimmt hier etwas ganz gewaltig NICHT. Als GAL und Freie Wähler bleiben wir dran am Thema.
30
PIA Stellen
Mit
dem interfraktionellen Antrag haben wir auch beschlossen, dass in
Lübeck bis zu 30 Ausbildungsplätze für Erzieher*innen finanziert
werden. Dies ist eine Forderung eines alten Antrags der GAL. Denn bei
allen Rufen nach Qualitätsverbesserung ist eines klar, wir brauchen
mehr gut qualifiziertes Personal. Dass Auszubildende ihre Ausbildung
zur Erzieher*in in den meisten Bundesländern selbst finanzieren
müssen, ist ein Grund, warum deren Attraktivität bei der Berufswahl
stark gesunken ist. Wer die Möglichkeit hat, wird sich derzeit eher
für ein Studium entscheiden. Wir sehen es jedoch grundsätzlich als
Aufgabe des Bundes, nicht der Kommune an, dafür zu sorgen, dass die
Ausbildung vergütet wird. Deshalb setzen wir uns mit dem
interfraktionellen Antrag auch dafür ein, dass zukünftig
Fördermittel vom Bund verwendet werden, um die praxisintegrierte
Ausbildung zu fördern.
Ziel
bleibt Qualitätsverbesserungen in der Kinderbetreuung
Unser
Ziel als GAL und Freie Wähler bleibt es, die Qualität in der
Kinderbetreuung kontinuierlich zu steigern, so wie es auch von der
Fachwelt empfohlen wird: kleinere Gruppen, mehr Fachpersonal,
multiprofessionelle Teams, räumliche Verbesserungen, ein warmes
Mittagessen für alle Kinder, um einige Punkte zu benennen.
Dank an die Elternvertretungen und Elternstimme
Ausdrücklich
bedanken möchten wir uns bei der Kreis- und Stadtelternvertretung
sowie dem Verein Elternstimme. Offiziell gewählt, sind
Elternvertretungen neben Beruf und Elternarbeit ehrenamtlich tätig,
legen den Finger in die Wunden, weisen uns auf Probleme in der
Kinderbetreuung hin und überzeugen mit Kompetenz. Dass sie hierfür
immer wieder unsachliche Kritik von der zuständigen Senatorin und
der jugendpolitischen Sprecherin der CDU erfahren, finden wir
ungeheuerlich. Denn als offiziell gewählte Delegierte ist es die
Aufgabe von KEV und SEV, die Interessen von Kindern und Eltern zu
vertreten – und nicht schweigsam alles abzunicken.“
„Im Februar hatten wir den Leiter der Polizeiwache St. Jürgen, Herrn Stier, als Gast in unserer monatlichen Sitzung,“ berichtete uns Volker Koß, Sprecher der St.-Jürgen-Runde. „Es waren auch rund zehn […]
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