GAL unterstützt Forderung nach Zebrastreifen

(C) V.Koß/GAL

Die GAL unterstützt das Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner des Hochschulstadtteils, die in der Maria-Goeppert-Straße einen Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel fordern. Diese sei laut Vorschrift nicht erlaubt, weil die Straße bereits in einer Tempo 30 Zone liege.

Viele Kinder müssen die Straße auf ihrem Schulweg oder auf dem Weg zum Kindergarten überqueren. Das dort geltende Tempolimit von 30 km/h würde längst nicht von allen Autofahrenden eingehalten, beklagen besorgte Anwohnerinnen die Situation – und das seit Jahren. „Die Stadt argumentiert damit, dass das Verkehrsaufkommen in der Straße zu gering sei, um hier von einer besonderen Gefährdungslage zu sprechen. Nur bei außergewöhnlichen Zuständen könne die obere Straßenverkehrsbehörde in Kiel  eine Ausnahme zulassen.“, berichteten die Medien.

Die GAL argumentiert dagegen: „An anderer Stelle, nämlich vor der GGS-St. Jürgen in der Kalkbrenner Straße war es in 2010 kein Problem, einen Zebrastreifen zu ziehen und die Fahrbahn einzuengen.“, so GAL Mitglied Volker Koß (siehe Fotos im Anhang). „Auch diese Straße liegt in einer Tempo 30 Zone.“ Carl Howe, baupolitischer Sprecher der GAL wird dem Grünen Antrag im Bauausschuss zustimmen. „Ich hoffe, dass es hierfür eine Mehrheit gibt und Kiel zügig eine Ausnahme zulässt. Dort, wo regelmäßig Kinder Straßen überqueren, sollte grundsätzlich von einer besonderen Gefährdungslage ausgegangen werden, da Kinder – je nach Alter – Verkehrssituationen und die Geschwindigkeit herannahender Autos noch nicht richtig einschätzen können. Die Sicherheit von Kindern muss Vorrang haben.“, so Howe. (mehr …)

Rückblick auf die Bürgerschaftssitzung am 25. Januar und GAL Anträge

Die „Bürgerschaft tagte in Rekordzeit“ titelte HL-Live ihren Bericht über die Sitzung am 25. Januar 2018. Man könnte auch sagen „vertagte in Rekordzeit“, denn viele der Anträge wurden vor Eintritt in die Tagesordnung in Ausschüsse verschoben oder erhielten keine Dringlichkeit. Trotz entsprechend kurzer Tagesordnung rief der stellvertretende Stadtpräsident Puschaddel (CDU) immer wieder dazu auf, sich mit Wortbeiträgen zurückzuhalten. Eine inhaltliche Diskussion war bei vielen Themen spürbar nicht erwünscht. Dass die Stadtteilbüros nun doch wiederkommen, weil die B90/Grünen während der Jahreswende eine Erleuchtung hatten, während sie im November noch unseren interfraktionellen Antrag (SPD, GAL, Freie Wähler/Die Linke) ablehnten, geriet beinahe zur Nebensache, denn es wurden nicht viele Worte über die neue Bürgerschaftsmehrheit für die Wiedereröffnung  verloren. Für die vielen Bürgerinnen und Bürger, die immer wieder verbesserten Service vor Ort eingefordert haben, freuen wir uns. Hier geht’s zur Tagesordnung der Bürgerschaft

und zum Rückblick auf die Sitzung: (mehr …)

GAL fordert die Entwicklung eines autoarmen Wohnquartiers

In den 60er und 70er Jahren prägte immer mehr die autogerechte Stadt das Leitbild von Stadt- und Verkehrsplanung – bis heute. „Der Rückbau von öffentlichen Verkehrsmitteln, die Schaffung innerstädtischer Autobahnen und die steuerliche und ordnungsrechtliche Förderung des motorisierten Individualverkehrs führten zu Mobilitätsroutinen, Stadt- und Raumstrukturen, die bis heute den privaten Pkw als unabdingbare Stütze der eigenen Mobilität festigen oder es so scheinen lassen.“, schrieb Prof. Hermann Knoflacher, Professor emeritus am Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der Technischen Universität Wien.

Dabei leben immer mehr Menschen freiwillig oder gezwungenermaßen ohne Auto. Sei es, weil sie bewusst einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten wollen oder schlicht nicht das Geld haben, um ein Auto zu kaufen und zu unterhalten. Dieser Teil der Gesellschaft finanziert jedoch die Infrastruktur der Autofahrenden mit und (er-)trägt auch die vielen Begleiterscheinungen, die sich negativ auf unsere Lebensqualität auswirken, wie Lärm, Emissionen, Unfallgefahr und massiver Flächenverbrauch.

„Wir wollen mit der Entwicklung eines autoarmen Quartiers in Lübeck aufzeigen, dass ein Verzicht auf das eigene Auto nicht zwangsläufig Mobilitätseinschränkungen mit sich bringt. So können durch gute Beispiele andere Menschen motiviert werden, ihr Mobilitätsverhalten ebenfalls nachhaltig zu organisieren. Und gleichzeitig sollen diejenigen, die unabhängig vom individuellen Autobesitz leben, „die Vorzüge eines vom fahrenden und parkenden Autoverkehr befreiten Wohnumfeldes genießen können: mehr Ruhe, mehr Verkehrssicherheit, bessere Luftqualität, mehr Raum für Grün, mehr Bewegungsraum für den Fuß- und Radverkehr, mehr Freiraum für die Erwachsenen im öffentlichen Raum und mehr Spielraum für Kinder.“, heißt es bei den Verkehrsexperten Reutter.

Bei der GAL gehen etiliche Mitglieder mit gutem Beispiel voran. So fährt die Fraktionsvorsitzende Antje Jansen täglich mit dem Stadtverkehrbus zur Arbeit nach Kücknitz oder nutzt ihr E-Bike. Auch Rolf Klinkel, zweiter stellvertretender Stadtpräsident ist Fahrradfahrer oder nutzt den ÖPNV. „Früher bin ich zur See gefahren. Einen Autoführerschein habe ich nie gebraucht.“ Auch GAL Mitglied Katja Mentz fährt seit jeher mit ihren drei Kindern bei Wind und Wetter Fahrrad. „Für längere Fahrten, bei denen ich den ÖPNV nicht nutzen kann, nehme ich ein Stattauto. Doch ich erlebe täglich, dass parkende Autos die Gehwege blockieren. Das ist nicht nur sehr ärgerlich, weil Fußgänger*innen mit Kinder- oder Gehwagen dort oftmals nicht mehr passieren können. Für Kinder, die die Straße überqueren müssen, ist dies sogar lebensgefährlich.“ Und schließlich lebt auch der zukünftige Bürgermeister Jan Lindenau autofrei und geht als ÖPNV-Nutzer mit gutem Beispiel voran.

Für ein Umdenken in der Verkehrsplanung spricht auch, dass ein Pkw durchschnittlich nur eine Stunde am Tag bewegt und dabei von lediglich 1,5 Personen genutzt wird. Die restlichen 23 Stunden stehen Autos herum und verbrauchen wertvollen öffentlichen Raum.

Mit unserem Antrag wollen wir die politische und gesellschaftliche Debatte voranbringen, wie bereits mit unserer Mobilitätsumfrage belegt wurde. Sehr viele Menschen in Lübeck verzichten bereits auf ein eigenes Auto oder sind unter bestimmten Umständen dazu bereit. Mit der Entwicklung eines autoarmen Wohnquartiers, inklusive der dazu gehörigen Infrastruktur, die weiterhin Mobilität ermöglicht, werden wir denjenigen gerecht, die bereits auf ein eigenes Auto verzichten und können gleichzeitig die Vorteile aufzeigen und Anreize zur Nachahmung schaffen.“, so die GAL. „Wir setzen auf breite Zustimmung zu unserem Antrag.

Am 28. Februar lädt die GAL zu einer Veranstaltung mit dem anerkannten Verkehrsexperten Christian Hochfeld, Direktor des Thinktanks der Agora Verkehrswende Berlin ein. Dieser erläutert in seinem Vortrag „12 Thesen zur Verkehrswende“. Die Veranstaltung findet um 18:30 Uhr im Bürgerschaftssaal im Rathaus statt. Der Eintritt ist frei. (mehr …)

12 Thesen zur Verkehrswende – Veranstaltung 28.02.2018 im Rathaus

Mit der Verkehrswende die Mobilität von morgen sichern Vortrag und Diskussion mit Christian Hochfeld, Agora Verkehrswende Vortrag & Diskussion zu den wichtigsten Herausforderungen der Verkehrswende, die mehr ist als eine Energiewende im Verkehr. Denn wir müssen unser Verkehrssystem und -verhalten ändern. Mehr noch als die Energiewende spielen Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz eine Rolle.     […]

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Keine Bebauung der Tornadowiese in Travemünde!

 „Im Wirtschaftsausschuss diskutierten aus bau- und gestalterischer Sicht Laien gegen den Gestaltungsbeirat!“ kontert Carl Howe die Forderung von CDU und SPD die Tornadowiese an den Investor Gosch zu verkaufen, damit dieser dort ein weiteres Ketten-Restaurant hinsetzen kann. „Die GAL Fraktion ist gegen eine Bebauung der Tornadowiese. Wir stimmen inhaltlich der Argumentation des Gestaltungsbeirats zu“, so […]

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Mehrheit für Stadtteilbüros – endlich!

Zum Umschwenken der Grünen beim Thema Stadtteilbüros äußert sich Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende der GAL erfreut: „Das ist eine gute Nachricht zum neuen Jahr für die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Lübeck! Endlich haben wir eine sichere Mehrheit für die Wiedereröffnung der Stadtteilbüros in der Bürgerschaft.“ Die GAL stellte bereits im Mai 2017 einen Antrag, die […]

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GAL: Unqualifizierte Forderungen des Nautischen Vereins

 „Die Forderungen des Nautischen Vereins zur Hafenentwicklung befinden sich außerhalb einer konsensfähigen Stadt-, Hafen-, Landschafts- und Verkehrsplanung. Das einfache Rezept der Vertiefung und Verbreiterung der Trave bewältigt nicht die Stagnation des wichtigen Papierumschlags im Lübecker Hafen in den letzten Jahren, die u.a. durch Gründung skandinavischer Papierfabriken in Deutschland entstand. Auch die prognostizierte Verlagerung von 20 Prozent […]

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GAL-Fraktion stimmte Haushalt zu und beurteilt das Ergebnis überwiegend positiv

Für Außenstehende muss es verstörend und abschreckend wirken, wenn in der Haushaltssitzung der Bürgerschaft über Stunden nichts beschlossen wird, stattdessen sich eine zwanzigminütige Unterbrechungspause an die nächste reiht. Dies war am 30. November 2017 der Fall und auch der Grund für die Vertagung einer Reihe von Anträgen und die endgültige Verabschiedung des Haushalts durch die […]

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GAL fordert: Beschluss für Sozialen Wohnungsbau anwenden!

Im letzten Bauausschuss, am 4.12.2017 beantragte GAL-Mitglied Carl Howe, auf dem  Gelände der ehemaligen Kepler-Schule 30 Prozent sozialen Wohnungsbau umzusetzen, so wie die Bürgerschaft dies im Januar 2016 beschlossen hatte. Im Bauausschuss wies die Mehrheit diesen Antrag jedoch mit der Begründung ab, dass es sich teilweise um Reihenhausbebauung handele und eine Umlage auf den dort […]

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Katja Mentz 5. Dezember 2017

Travemünder Einerlei und Lübecker Neubauten

Das Parkhaus Wehdehof ist nicht so gebaut worden wie es beantragt und genehmigt wurde. Senatorin Joanna Glogau hat in der Presse bereits deutliche Worte hierzu geäußert. Unsere Fraktion GAL fordert, dass alle illegal errichteten Bauteile sofort vom Investor entfernt werden. Desweiteren muss das Gründach schnellstens hergestellt werden. „Das stille Umgehen von Auflagen und Genehmigungen ist […]

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Katja Mentz 22. November 2017