10.500 : 450 Unterschriften für Lübecks Winterlinden an der Untertrave

© Katja Mentz

© Katja Mentz

In den Lübecker Nachrichten fand Mitte August eine Umfrage statt, welche Baumart an der Untertrave gepflanzt werden solle. Der Erhalt der Winterlinden stand nicht zur Abstimmung. 977 Leser*innen beteiligten sich, 50 Prozent stimmten für die schwedische Mehlbeere. Bürgermeister Saxe freute sich über das Votum: „Das ist ein schönes und klares Ergebnis. Und dieses Ergebnis werden wir jetzt umsetzen.“

Nun hat innerhalb von nur drei Wochen das Aktionsbündnis LÜBECKS LINDEN LEBEN LASSEN über 10.500 Unterschriften für den Erhalt der Winterlinden an der Untertrave gesammelt. 10.500 Stimmen für den Erhalt der Winterlinden an der Untertrave! Während der Sammelaktion entrüsteten sich viele darüber, wie wenig Wertschätzung den Bäumen entgegengebracht wird, die sich an ihrem Standort unter schwierigen Bedingungen über fünf Jahrzehnte bewährt haben. Das Argument der Stadt, es würde die Fördermittel nur ohne Winterlinden geben, empfanden viele als Erpressung.

Wir erwarten von der Stadtspitze, dass dieses beeindruckende und klare Ergebnis des Bürgerbegehrens dazu führen wird, die Umgestaltungspläne unter Einbeziehung der Lübecker Bürger*innen zu überarbeiten und die Winterlinden zu erhalten. Einen entsprechenden Antrag stellen wir in der Bürgerschaft. Dank und Respekt gilt den vielen engagierten Lübecker*innen!

Alle Zeichen auf Grün

Dem Aktionsbündnis LÜBECKS LINDEN LEBEN LASSEN gelingt, woran viele nicht glaubten. Innerhalb von drei Wochen werden die nötigen Unterschriften für das Bürgerbegehren zum Erhalt der Winterlinden an der Untertrave zusammen sein. Dies ist auch zahlreicher Unterstützung zu verdanken wie dem Lübecker BUND, der AG Umweltschutz und einigen Prominenten.

Dr. Lutz Fähser, weltweit gefragter Baum- und Waldexperte, kritisierte das von der Stadt in Auftrag gegebene „Baumgutachten“ scharf. Dies veranlasste Bürgermeister Bernd Saxe jüngst, Dr. Fähser mitzuteilen, dieser habe keine Ahnung von Bäumen – nur von Wald. Prof. Dr. Peter A. Schmidt, Dendrologische Gesellschaft e.V., nimmt in einem Schreiben an alle Fraktionen mit Befremden Kenntnis von dem geplanten Kahlschlag an der Untertrave. „In einem Jahr, in dem die Winter-Linde als Baum des Jahres 2016 besondere Würdigung in ganz Deutschland erfährt, vielerorts gepflanzt wird und im Zentrum von Veranstaltungen steht, will die Stadt Lübeck solch traurige Berühmtheit erlangen und dieser bedeutungsvollen Baumart die Anerkennung verweigern?!“

Mittwoch werden noch ganztägig vor dem Rathaus Unterschriften gesammelt. Unterschriftenlisten bitte bis zum 15.9. an die Postadresse auf dem Unterschriftenblatt zurück zu schicken.

Bürgerbegehren rettet Winterlinden

Endlich ist das Bürgerbegehren zum Erhalt der Winterlinden an der Untertrave gestartet. Lange musste das Aktionsbündnis LÜBECKS LINDEN LEBEN LASSEN auf die benötigte Kostenschätzung warten. Die Stadt gibt an, dass die Umgestaltung der Untertrave bei Erhalt der Winterlinden 660.000 € weniger kostet. Es fielen jedoch gleichzeitig Fördermittel in Millionenhöhe weg, so der Bürgermeister. Diese fallen jedoch nur weg, weil die Stadt sich weigert, die Winterlinden in die Umgestaltungspläne zu integrieren, wie es die ursprüngliche Planung von 2003 bis 2014 noch vorsah. Wir vermuten, dass die Linden stören, weil dort eine Baustraße entstehen soll, damit der Verkehr während der monatelangen Bauarbeiten fließen kann. Passend dazu besagt ein hinterher geschobenes „Baumgutachten“ von Mai 2016, die 50-jährigen Winterlinden würden die geplante Baumaßnahme sowieso nicht überstehen. Stattdessen wollte man zunächst giftige Schnurbäume – neuerdings pilzanfällige Mehlbeerbäume pflanzen. Und davon gleich 60.

Unsere Fraktion unterstützt das Bürgerbegehren zum Erhalt der Winterlinden! Sie können in unserem Büro und jeden Samstag ab 11 Uhr vor dem Rathaus am Aktionsstand unterschreiben. Wir schicken Ihnen auch gern Listen zu. Mehr Infos: www.luebecks-linden-leben-lassen.de

Baumgutachten

GAL zu den Winterlinden: Bürgerschaft holzt entschlossen ab!

„Damit fordert die Bürgerschaft natürlich zum Bürgerbegehren auf“, kommentiert Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende der GAL-Fraktion, den Verlauf der Bürgerschaftssitzung am Donnerstag, den 30. Juni, in der ohne Debatte mit großer Mehrheit der GAL-Antrag zum Erhalt der Winterlinden bei der Neugestaltung der Untertrave abgelehnt wurde. „Die Debatte über eine Chance zum Erhalt der Winterlinden war nicht erwünscht“, […]

weiter lesen..

www.luebecks-linden-leben-lassen.de

Unsere Fraktion GAL hatte zur Gründung eines Aktionsbündnisses zum Erhalt der Winterlinden an der Untertrave eingeladen. 50 Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder anderer Fraktionen und Umweltorganisationen kamen. Gemeinsam unterstützen wir fortan die Unterschriftensammlung, die wir kürzlich gestartet haben. Parallel dazu plant das neue Aktionsbündnis ein Bürgerbegehren duchzuführen, um den geplanten Kahlschlag zu stoppen und die politische Mehrheit aus CDU […]

weiter lesen..

Kahlschlag an der Untertrave

Der Bauausschuss hat am Montag, 6.6.2016, in öffentlicher Sitzung über die Umgestaltung der Untertrave diskutiert und beschlossen. Unsere Anregung aus der ersten Präsentation, die Stufen zum Wasser barrierefrei zu gestalten, wurde aufgegriffen. Im 21. Jahrhundert sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, neue Bauvorhaben barrierefrei zu gestalten. Nicht entsprochen wurde dagegen unserem Antrag, die großen Linden entlang […]

weiter lesen..

Linden leben lassen

Die Untertrave soll zwischen Braunstraße und Engelsgrube umgestaltet werden. Baustart ist im Herbst 2016. Analog zur Obertrave sollen Gehwege erweitert, Fahrradspuren ausgebaut und Fahrbahnen jeweils einspurig zurückgebaut werden. So soll in dem bisher vom motorisierten Verkehr dominierten Bereich der Altstadt eine Flaniermeile entstehen, die zum Verweilen einlädt. Die kalkulierten 15,6 Mio Euro Baukosten werden zu […]

weiter lesen..

Linden leben lassen!

Die Untertrave soll zwischen Braunstraße und Engelsgrube umgestaltet werden. Baustart ist im Herbst 2016. Analog zur Obertrave sollen Gehwege erweitert, Fahrradspuren ausgebaut und Fahrbahnen jeweils einspurig zurückgebaut werden. So soll in dem bisher vom motorisierten Verkehr dominierten Bereich der Altstadt eine Flaniermeile entstehen, die zum Verweilen einlädt. Die 15,6 Mio Euro Baukosten werden zu zwei […]

weiter lesen..

Stillstand in Kücknitz

Die GAL Fraktion unterstützte in der Mai-Bürgerschaftssitzung den Antrag der SPD, den Bürgermeister zu damit zu beauftragen, eine ganzheitliche Stadtteilentwicklung für den Bezirk Kücknitz – Roter Hahn zu prüfen. Einzelhandelsentwicklung, Optimierung der Anbindung durch ÖPNV, Bahnhaltepunkt, Neubau von Schule und Kindertagesstätten, sowie Wohnbauerweiterungen waren Stichpunkte des Prüfauftrags. Die hierfür genannten öffentlichen Flächen sollten bis zur […]

weiter lesen..