Dringend Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Ratzeburger Allee nötig

Die Fraktion Linke & GAL brachte im Bauausschuss einen Dringlichkeitsantrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Ratzeburger Allee ein. Es werden von der Fraktion Vorschläge gemacht, die von der Verwaltung zur Umsetzung geprüft werden sollen.

So lautet der Antragstext:
„Die Verwaltung möge Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu Fuß gehender und Rad fahrender Menschen entlang der Ratzeburger Allee prüfen und umsetzen:

1. Auf dem gesamten Streckenabschnitt der Baustelle entlang der Ratzeburger Allee wird Tempo 10 km/h (oder Schritttempo) eingeführt und dies ausreichend kenntlich gemacht.

2. Die Umleitung für Radfahrende über die Stresemannstraße wird aufgehoben und das Umleitungsschild für Radfahrende abgebaut. Wer Richtung St. Jürgen Ring fahren möchte, nimmt diesen Weg in der Regel auch ohne Hinweisschild.

3. Der Fuß- und Radweg stadteinwärts (auf der Seite des Wochenmarktes) wird zur geteilten Spur für Radfahrende und zu Fuß gehende in zwei Richtungen. Auf der gesamten Länge der Baustelle gilt für Radfahrende Schritttempo und Rücksichtnahme gegenüber Fußgänger:innen. Darauf wird mit Aufdrucken auf dem Boden und zusätzlich mit Schildern hingewiesen.

4. Am Mühlentorteller werden Radfahrende darauf aufmerksam gemacht, dass sie entweder ab Stresemannstraße auf der Fahrbahn weiterfahren dürfen ODER wahlweise auf der anderen Straßenseite den geteilten Zwei-Wege-Fuß- und Radweg nutzen dürfen.“


CDU, FDP und AfD sahen in dem Anliegen jedoch keine Dringlichkeit und lehnten die Behandlung am vergangenen Montag ab. Der nächste Bauausschuss tagt am 29. September. GAL und Linke appellieren an die Verwaltung, den Sitzungstermin nicht abzuwarten, sondern sich die Situation vor Ort noch einmal kritisch anzusehen und die Verbesserungsvorschläge zu prüfen.

Volker Koß (GAL), der die Strecke mehrmals wöchentlich mit dem Fahrrad zurücklegt, hatte seine Fraktion auf die Situation aufmerksam gemacht: „Für Menschen, die diese Strecke stadtauswärts mit dem Fahrrad zurücklegen müssen, ist es unübersichtlich und auf der Fahrbahn kommt es zu gefährlichen Situationen. Letzte Woche überholte mich ein Bus mit schnellem Tempo und geringem Abstand. Da aufgrund der Baustellenabsperrung für Fahrräder kein Platz bleibt, um nach rechts auszuweichen, können solche Überholmanöver selbst für geübte Radfahrer sehr gefährlich werden.“

GAL-Kollegin Katja Mentz hat die Verkehrssituation entlang der Baustellenlage beobachtet und mit zahlreichen Fotos festgehalten: „Radfahrende und Fußgänger:innen können stadteinwärts relativ ungehindert ihre Wege nutzen. Nur das Überqueren der Straße ist nicht möglich, weil die gegenüberliegende Fahrbahn inklusive Fußweg fast durchgängig mit Gittern abgesperrt ist. Die Fußgänger stadtauswärts können den Gehweg ebenfalls weiterhin nutzen. Direkt daneben ist mit Absperrgittern die Baustelle gesichert.

Die Radfahrenden können laut Beschilderung stadtauswärts die Umleitung über Stresemannstraße nehmen. Hierbei muss ein großer Bogen gefahren werden, um hinter dem Mönkhofer Weg wieder auf der Ratzeburger Allee zu landen. Das macht kaum jemand“, so die Kommunalpolitikerin, die ihre Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung vertritt. „Dann gibt es noch etliche Radfahrende, die stadtauswärts die Fahrbahn nehmen, was aufgrund des fehlenden Radwegs und der vorgeschriebenen 30 km/h auch geboten ist. Das Tempo 30 Schild für Pkw ist jedoch am Tag der Beobachtung erst kurz hinter der Stresemannstraße am Gehweg aufgestellt. Die breite Baustelle liegt dazwischen, ein Baum verdeckt die Sicht. Es sieht also niemand vom Auto aus dieses Verkehrsschild.“

Doch nicht nur die schlechte Beschilderung wird kritisiert. „Aus unserer Sicht ist selbst Tempo 30 noch zu schnell“, ist Katja Mentz überzeugt. „Die verbliebenen Fahrbahnen sind sehr schmal. Kommt es zu engen Überholvorgängen oder begegnen sich zwei breite Kraftfahrzeuge, entstehen für Radfahrende gefährliche Situationen und „Angsträume“. Für die vielen, teilweise jungen Schülerinnen und Schüler oder ungeübte und ältere Radfahrende, die langsam unterwegs sind, ist das keine Option – anders als beispielsweise in der Roeckstraße, wo die Fahrbahnen sehr viel breiter sind und genügend Raum für Radfahrende, Pkw und Busse lassen.“

Die Fraktion Linke & GAL schlägt deshalb auch die Prüfung durch die Verwaltung vor, ob die vorhanden Rad- und Gehwege auf der Seite stadteinwärts für die Zeit der Baustellenphase als geteilter Raum in beide Richtungen geöffnet werden kann. „Es müsse natürlich klar gekennzeichnet sein, dass Radfahrende auf dem Streckenabschnitt langsam fahren und besondere Rücksicht auf zu Fuß gehende Menschen nehmen.“

Sascha Luetkens, der den Antrag für die Fraktion Linke & GAL im Bauausschuss eingebracht hatte, ist überzeugt, dass es so wie es ist, nicht bleiben kann. „Wir riskieren hier die Sicherheit von Radfahrenden und verleiten dazu, illegal auf dem Fußweg zu fahren. Hier sollte eine pragmatische Lösung gefunden werden, die Radfahrende nicht unnötig gefährdet“, so die drei Fraktionsmitglieder Sascha Luetkens, Volker Koß und Katja Mentz.

Katja Mentz 19. September 2025

Linke und GAL:  Inklusion bleibt Lippenbekenntnis der Bürgerschaftsmehrheit

In der Bürgerschaftssitzung am vergangenen Donnerstag ging es um die Aufhebung eines Sperrvermerks für den Austausch maroder Spielgeräte auf vierzehn Lübecker Spielplätzen. Im Bauausschuss sowie im Hauptausschuss hatte die Fraktion Linke & GAL beantragt, dass bei Austausch grundsätzlich barrierefreie Spielgeräte angeschafft werden sollen. „Laut Auskunft der Initiative Inklusion gibt es in ganz Lübeck keinen einzigen inklusiven Spielplatz“, so Juleka, Schulte-Ostermann, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion.

42 Spielplätze mangelhaft

In dem kurzen Bericht der Verwaltung wird aufgezeigt, dass es insgesamt 168 Spielplätze in Lübeck gibt, von denen 42 mit 4-6, also durchschnittlich mangelhaft bewertet wurden. „Von Inklusion auf Spielplätzen sind wir noch Meilen entfernt. Jedoch müssen wir die Chance nutzen, dass beim Austausch von Spielgeräten, gleich ein Schritt Richtung Inklusion gemacht wird. Denn Spielgeräte halten in der Regel 25-30 Jahre, und können daher – wenn sie barrierefrei sind –  schon vor einer inklusiven Grundsanierung auch Kindern mit Beeinträchtigung mit Begleitung über die nicht barrierefreien Zuwege bereits Bewegungs- und Spielmöglichkeiten bieten. Bei einer späteren Grundsanierung entsprechen sie dann schon dem inklusiven Konzept und müssen nicht kostenintensiv ersetzt werden. Das war unser Ziel mit unserem Antrag“, so das Bürgerschaftsmitglied Juleka Schulte-Ostermann.

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Bundestagsabgeordneter besucht mit uns das Naturschutzgebiet Wakenitz

Sabine Jebens-Ibs, Rolf Albert, Günter Werner, Jörg Clement, Jürgen Ibs (Mitglieder der AG Wakenitz), Katja Mentz (GAL) und Lorenz Gösta Beutin (MdB Die Linke) bereisten gemeinsam die Wakenitz.

Lorenz Gösta Beutin, Mitglied der Fraktion Die Linke im Bundestag, unternahm am Donnerstagvormittag mit dem Ausflugsschiff der Firma Quandt eine Tour auf der Wakenitz, um sich ein Bild von dem Naturschutzgebiet zu machen. Mit an Bord waren fünf Umweltfachleute der Arbeitsgruppe Wakenitz, die seit Jahrzehnten das Naturschutzgebiet beobachten und für das Museum für Natur und Umwelt die Ausstellung „Unsere Wakenitz – 25 Jahre Naturschutzgebiet“ erarbeiteten. Initiiert wurde die Fahrt von der Fraktion Linke & GAL in Lübeck, die mit Katja Mentz (GAL) vor kurzem einen Antrag zum besseren Schutz der Wakenitz in den Umweltausschuss einbrachte.

Auch am Fährhaus Rothenhusen schreitet das Schilfsterben voran (links im Bild). Foto: GAL/ K.Mentz

Während der Tour zeigte Jörg Clement Fotos, auf denen die Wakenitzufer noch dicht mit Schilf bewachsen sind. An gleicher Stelle ist es heute kahl. „Das Schilfsterben ist bereits seit Jahren zu beobachten“, erläuterte Rolf Albert von der Arbeitsgruppe Wakenitz.

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