Toller Erfolg: Grünfläche am Strukbach bleibt erhalten!
Auch wenn der Februar sonnige, warme Tage zu bieten hatte, war es nicht der Monat Mai. Und so führte die neue Umstellung der Tagesordnung nicht dazu, dass die Sitzung beschleunigt wurde. Sie führte aber dazu, dass die Zuschauerränge nahezu leer blieben. Wer will schon wissen, wie die Wahlen in Ausschüsse en bloc ausgehen.
Grünfläche Spargelhof bleibt erhalten
Antje Jansen (GAL)
Diskussionen zu den vorgezogenen Verwaltungsvorlagen gab es dennoch. So wurde eifrig über den Bericht zur Grünfläche „Am Spargelhof“ diskutiert, die Antwort auf eine Anfrage von Antje Jansen. Antje Jansen (GAL) hatte einen Antrag eingebracht, die Grünfläche zu erhalten und ein Konzept zur Herrichtung als Naherholungsfläche zu erstellen. Die Kosten der Räumung alter Gartenlauben sowie die Umsetzung eines Konzepts soll die Hansestadt Lübeck tragen und zur Luftverbesserung Bäume pflanzen. „Mit unserem Antrag hatten wir den Ball vor das Tor gelegt. Die SPD signalisierte uns, sie würde den Antrag auf Erhalt der Grünfläche inhaltlich unterstützen, jedoch nicht jede unserer Forderungen im ersten Schritt mitgehen wollen. So einigten wir uns auf einen gemeinsamen Antrag, auf den auch die CDU mit drauf ging: Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Verwaltung, Politik, der Bürgerinitiative und weiterer Öffentlichkeit soll bis August ein Konzept für die zukünftige Nutzung und Gestaltung vorlegen und die Kosten hierfür benennen. Fachbereich 5 wurde beauftragt, den Zaun zu öffnen und die verfallenen Gartenlauben auf dem Gelände zu entfernen.“ Ursula Kehl, GAL Mitglied und aktiv in der Broling-Initiative, freut sich sehr: „Mit dem Beschluss sind erste wichtige Schritte auf den Weg gebracht. Ein toller Erfolg!“ „Die Grünen indes beharrten auf ihrem Antrag, der jedoch hinter unserem Antrag zurückblieb. Dies erweckt den Eindruck, dass Profilierung im Vordergrund steht – und nicht Inhalte, denn inhaltlich erfüllte unser interfraktioneller Antrag den der Grünen zu 200 Prozent.“, resümiert Antje Jansen. Die Grünen hatten in einer Pressemitteilung behauptet, „kleine bunte Fraktionen würden Anträge stellen, um sich zu profilieren. „Damit meinten sie vermutlich sich selbst.“, so Jansen.
Auf
dem Priwall werden bis zum Jahr 2030 mehr Autos erwartet – 3.550 sollen
es jede Woche im Sommer werden. Deshalb empfiehlt ein Gutachten der
Stadt Lübeck die Mecklenbuger
Straße auszubauen und dafür die alte Baumallee auf 900 Meter Länge
einseitig abzuholzen. Die GAL ist entsetzt und lehnt diese Pläne ab.
„Der Kahlschlag, der mit immer mehr Flächenversiegelung auf dem Priwall
einhergeht, muss endlich gestoppt werden!“, fordert
Carl Howe, Baupolitiker der GAL. „Eine breit ausgebaute Mecklenburger
Straße ließe die Autos zukünftig noch schneller fahren. Hier ist jedoch
maximal Tempo 30 angezeigt.“, ist Carl Howe überzeugt. Auch sollten die
vielen Autos nicht auf die Halbinsel gezogen
werden. „Besser wäre eine Parkpallette zur Grenze
Mecklenburg-Vorpommerns zu bauen und kleine Shuttlebusse sowie mehr
Leihfahrräder auf dem Priwall einzusetzen. Wer über
Mecklenburg-Vorpommern auf den Priwall fährt, muss dann nicht in den
Parksuchverkehr.
Auch könnte die vorhandene Straße zum Shared Space erklärt werden, so
dass Radfahrer und Fußgänger*innen gleichberechtigt den Straßenraum
nutzen können und der Pkw-Verkehr sich mit der Geschwindigkeit daran
anpassen muss. Die alten Birken müssen auf jeden
Fall stehen bleiben.“ Howe schlägt vor, eine Runde aus Verwaltung,
Anwohner*innen und Politik zu initiieren, damit auch die Interessen vor
Ort berücksichtigt werden.
GAL: CDU bremst Konzept Fahrradfreundliches Lübeck aus
Kaum
hat sich eine Mehrheit für die erneute Planung Stadtgrabenbrücke in
der Bürgerschaft gefunden, kommt die CDU in der Februarsitzung mit
einem Prüfantrag um die Ecke. Ob die seit langem geforderte Brücke
auch für den Autoverkehr geplant werden könne, will die CDU wissen.
Eine Antwort der Verwaltung inklusive grober Kostenschätzung wird
bis Mai erwartet.
Aus der Begründung des B-Plans Fackenburger Allee/Stadtgraben
Antje Jansen: „CDU Ansinnen völlig absurd“
Als
„völlig absurd“ kritisiert Antje Jansen (GAL) das Ansinnen der
CDU. „Dieser Antrag konterkariert die langjährigen Pläne, für
Radfahrer*innen und Füßgänger*innen endlich eine Alternative zum
Lindenteller und somit mehr Sicherheit zu schaffen.“
GAL fordert weiterhin Stadtgrabenbrücke für Rad- und Fußverkehr
GAL fordert: Grünfläche „Am Spargelhof“ erhalten und zur Nutzung als Naherholungsgebiet herrichten
Hierfür soll die Verwaltung ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept vorlegen, beantragen Mitglieder der GAL im Wirtschaftsausschuss sowie im Bauausschuss. Aufgrund der Haushaltsrelevanz folgt ein entsprechender Antrag auch in der kommenden Bürgerschaftssitzung. […]
Giftmülldeponie Ihlenberg: Für Schweriner Ministerium ein geordneter Betrieb
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