GAL fordert kommunalpolitischen Schwerpunkt Umwelt
Zur
nächsten Bürgerschaftssitzung beantragt die Fraktion Freie Wähler und
GAL die Einrichtung eines eigenständigen Umweltausschusses.
Fridays For Future Demo 26. April 2019 in Lübeck
„Aufgrund
der Vielfalt und Relevanz von Umweltthemen, ist es zwingend notwendig,
diesen mehr Zeit im Ausschuss einzuräumen.“, fordert Ausschussmitglied
Rüdiger
Hinrichs (Freie Wähler). „Die Zusammenlegung mit dem Innenausschuss war
ein Fehler.“ Denn wenn der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung
öffentlich tagt, steht die Hälfte der Zeit regelmäßig nicht den
Umweltthemen zur Verfügung.
GAL-Mitglied
Antje Jansen betont die Dringlichkeit: „Der Umweltschutz muss endlich
gestärkt und ein Schwerpunkt der Lokalpolitik und Verwaltung werden.
Damit
wir ausreichend Zeit für die umweltpolitische Themenvielfalt haben und
diese als Querschnittsaufgabe fachbereichsübergreifend beraten können,
ist es sinnvoll,
wieder einen eigenständigen Ausschuss für Umwelt einzuführen.“
Denn konkret geht es in Lübeck um Umweltbildung und -beratungsangebote, Schutz und Förderung der heimischen Artenvielfalt, Gewässer, energetische Sanierungen, eine nachhaltige Energieversorgung, z.B. durch mehr Photovoltaik auf Lübecks Dächer und Solarthermie, die Stärkung umweltschonender Mobilität, eine klimaneutrale Bauweise bei Neubau, wirtschaftspolitische Chancen der Green-Economy und vieles mehr. Es gibt keinen Fachbereich der Stadtverwaltung, der nicht betroffen ist. „Dem sollten wir mit einem eigenen Umweltausschuss entsprechen.“, so die Fraktion.
Senat schwänzt Diskussion mit #FridaysForFuture Bewegung
#fridaysforfuture am 15. März 2019
Umweltsenator Ludger Hinsen hatte seine Zusage zu einer umweltpolitischen Diskussion mit der Lübecker Bewegung #FridaysForFuture kurzfristig wieder abgesagt. Senatorin Hagen hatte gar nicht erst zugesagt. Die Wähler*innengemeinschaft GAL Lübeck kritisiert die Verweigerungshaltung des Senats scharf. „Der fachlich zuständige Senat schwänzt die Diskussion. Dabei sind die Anliegen der Lübecker Schüler*innen berechtigt und sehr konkret. Ein Grund mit ihnen zu reden und konkrete Handlungen folgen zu lassen.“
GAL: Bürgermeister Jan Lindenau soll zu gemeinsamer Diskussion einladen.
„Als GAL setzen
wir uns seit unserer Gründung für konsequenten Klima- und
Umweltschutz sowie eine zügige Verkehrswende in Lübeck ein. Dass
nun von einer Jugendbewegung konkrete Forderungen in diese Richtung
kommen, sehen wir als sehr positiv. Die junge Generation ist die
Leidtragende für das langjährige Aussitzen von Problemen seitens
der Politik.“
Forderungen der #FridaysForFuture Bewegung auf Bundesebene, wie die einer CO² Steuer, zeigen, dass die Jugend dazu bereit ist, die Konsequenzen ihrer Forderungen zu tragen, wenn es heißt, auf Flüge zu verzichten oder die Ernährungsweise umzustellen. Auch das vorzeitige Abschalten von Kohlekraftwerken bei gleichzeitiger Entwicklung hin zu 100 Prozent klimaneutraler Energiegewinnung ist eine notwendige und realistische Forderung.
„Es braucht konkrete politische Beschlüsse, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen.“, so die GAL. „Um die globale Erwärmung deutlich zu senken und mittelfristig auf null zu reduzieren, braucht es auch ein Konzept auf lokaler Ebene mit konkreten Maßnahmen. Die Lübecker Fridays For Future Bewegung hat konkrete Vorschläge gemacht. Diese müssen von Politik und Verwaltung ernst genommen werden.“
GAL Lübeck unterstützt #FridaysForFuture
Die Lübecker GAL unterstützt die Forderungen und beteiligt sich, wie schon an vorherigen Freitags-Demonstrationen, auch an der Fahrrad-Demo am kommenden Freitag.
Die
Konzepte, die aus den Ideen des Zukunftsdialogs erarbeitet und nun der
Öffentlichkeit vorgestellt wurden, sind aus Sicht der GAL
beschlussfähig. Besonders freut uns, dass das neue Verkehrskonzept für
die Innenstadt zugunsten der umweltfreundlichen Mobilität umgestaltet
werden soll – so der Vorschlag. So stehen Fußgänger*innen an erster
Stelle, gefolgt vom Radverkehr, ÖPNV und Pkw an letzter Stelle. Zwar
bleibt die Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr erhalten,
der Durchgangsverkehr soll jedoch unterbunden werden. Die Busse des
Stadtverkehrs sollen weiterhin die bisherigen Haltestellen der
Innenstadt erreichen, jedoch weniger Linien die Königstraße passieren.
Parkraum soll zugunsten der Aufenthaltsqualität zurückgebaut und neue
Plätze geschaffen und gestaltet werden.
GAL hofft auf zügige Umsetzung
„Wir finden die Kapitel Stadtgestaltung und Mobilität unseres Wahlprogramm in all diesen Ideen wieder und wünschen dem Prozess zügige Beschlüsse durch die Bürgerschaft und deren Umsetzung.“, so die GAL.
GAL unterstützt Fridays for Future – auch in Lübeck am 15. März
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