Gleichstellung auf lokaler Ebene im Vergleich

Dr. Karin Haug

Auf Einladung der Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler & GAL kam die Vorsitzende des Gleichstellungsausschuss Flensburg, Dr. Karin Haug, als Referentin zu der Veranstaltung „Zeit für Gleichstellung“ ins Lübecker Rathaus. Thiemo Koch vom SSW, AG Holstein-Hamburg übernahm die Moderation. Fraktionsvorsitzende Antje Jansen schilderte kurz die Ablehnung eines Gleichstellungsausschusses in Lübeck durch die Bürgerschaftsmehrheit. Seither liegt die Zuständigkeit für Gleichstellungsthemen bei dem überwiegend von Männern besetzten Hauptausschuss.

Antje Jansen (GAL)

Dr. Karin Haug berichtete über ihre Erfahrungen aus Flensburg und über die positive Wirkung, die ein Gleichstellungsausschuss erzielen kann. Empfehlungen des Ausschusses wird im Hauptausschuss oder in der Flensburger Ratsversammlung überwiegend gefolgt. Ein klarer Vorteil: Gleichstellungsthemen können im zuständigen Ausschuss effizient und ausführlich diskutiert, Expert*innen zu bestimmten Themen eingeladen und gehört werden. Dazu tagt der Ausschuss gern in unterschiedlichen Flensburger Stadtteilen und lässt sich beispielsweise das Gleichstellungskonzept von städtischen Gesellschaften vor Ort erläutern. Deutlich wurden die Unterschiede zu Lübeck. Aufgrund der Sitzverteilung im Rat diskutieren und verhandeln die jeweiligen Fraktionen sehr viel miteinander. Ein Beschluss zwischen CDU und Linken sei dort nichts ungewöhnliches, berichtete Karin Haug. Es ginge um die Sache.

Lübeck braucht Gleichstellungsausschuss

Fazit einer angeregten Diskussion: Lübeck braucht nach wie vor einen Gleichstellungsausschuss. Strukturen, die Frauen teilweise davon abhalten, sich kommunalpolitisch zu engagieren, lassen sich damit verändern. Auch wenn es in dieser Wahlperiode voraussichtlich nicht noch einmal gelingen wird, das Thema Einführung eines Gleichstellungsausschusses erneut in die Bürgerschaft zu bringen, so wird es ganz sicher bei kommenden Wahlen eine Rolle spielen, wie Parteien sich zur Gleichstellung positionieren und ob Frauen in den jeweiligen Parteien aussichtsreiche Plätze und Wahlkreise einnehmen werden. Nur dann ist gewährleistet, dass am Ende der Frauenanteil in der Bürgerschaft erheblich steigen wird.

Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene

„Immerhin steht auf der Tagesordnung der kommenden Bürgerschaft ein Antrag von SPD, FDP, Freie Wähler und GAL zum Beitritt der Hansestadt Lübeck zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene.“, kommentiert Antje Jansen die mühsamen Fortschritte in Lübeck. „Damit soll ermöglicht werden, dass Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik sich auf Ziele und Maßnahmen für zwei Jahre verständigen, die zu mehr Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen. Die gemeinsame Auseinandersetzung auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Thema Gleichstellung sehen wir sehr positiv, ebenso, dass konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Deshalb rechnen wir mit einer mehrheitlichen Zustimmung zu diesem Antrag.“

Girls‘ Day: Acht Mädchen im Rathaus mit der GAL-Fraktion

Acht Schülerinnen besuchten die GAL-Fraktion im Rathaus

Der Girls‘ Day im Rathaus war für alle Beteiligten eine neue Erfahrung. Acht Mädchen von Schulen aus Lübeck, Ratzeburg und Timmendorfer Strand hatten sich bei dem Angebot der GAL-Fraktion „Wie funktioniert Kommunalpolitik?“ angemeldet. Für einige der Mädchen war es nicht der erste Girls‘ Day, doch alle blickten zum ersten Mal hinter die  Rathaustüren. Für die GAL-Fraktion war es die erste Teilnahme am Girls‘ Day – als erste Fraktion überhaupt. „Wir machen im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder mit.“, resümiert GAL-Mitglied Katja Mentz den Tag.

Am Anfang des Programms stand eine Gespräch mit dem neuen Bürgermeister Jan Lindenau. „Das war spannend!“, fanden die Mädchen einhellig am Ende. Jan Lindenau ließ sich Zeit und beantwortete viele Fragen.
„Haben Sie überhaupt noch Zeit für sich, wenn Sie als Bürgermeister so viel arbeiten müssen?“, fragte eine der Schülerinnen leicht besorgt als sie hörte, dass Termine des Bürgermeisters an jedem Tag der Woche stattfinden und häufig bis spät am Abend dauerten. „Warum wollten Sie Bürgermeister werden?“ (mehr …)

GAL: Müllsammel-Aktion am „Earth Day“ war ein Erfolg

Am Sonntag rief die GAL-WählerInnengemeinschaft dazu auf, in Gothmund am Trave-Ufer Müll zu sammeln. Insgesamt beteiligten sich sechzehn Leute daran, davon auch Mitglieder vom BUND und Greenpeace Lübeck sowie aktive BürgerInnen.

In nicht mal zwei Stunden hatte die Gruppe mehrere Säcke Müll gesammelt, überwiegend Plastik in allen Variationen, zerbrochene Flaschen, aber auch Batterien, drei Zeitungsstapel, die jemand wohl ins Wasser geworfen hatte, anstatt sie auszutragen, und als größter Fund lag angeschwemmt am Ufer… eine Matratze. “

Matratze

Wahnsinn!“, resümiert GAL-Mitglied Carl Howe, der die Idee zu der Aktion hatte. „Mit so viel Müll auf kleiner Fläche hatten wir nicht gerechnet.“ Am Ende gab es keine Tüten oder Behälter mehr, um weiter zu sammeln.

Flaschen

Die Aktion der GAL fand am Earth Day – Tag der Erde statt. Jedes Jahr am 22. April sammeln in mittlerweile über 150 Ländern weltweit Menschen Müll. Insbesondere Plastikmüll gerät tonnenweise ins Meer und landet an den Küsten und Ufern. Über Mikroplastik, das Giftstoffe anzieht, aufnimmt und von Fischen gefressen wird, geraten diese in unsere Nahrungskette.

noch mehr Flaschen

Katja Mentz (GAL), die vor 28 Jahren den Earth Day in Kalifornien kennengelernt hatte, wünscht sich die Verbreitung dieses internationalen Aktionstags auch in Deutschland. In Schleswig-Holstein und auch in Lübeck gibt es seit wenigen Jahren im März die Aktion Sauberes Lübeck. Viele LübeckerInnen nehmen daran teil und sammeln Müll. „Ein weiterer Tag schadet nicht.“, so die GAL. „Beim Anblick der gesammelten Müllberge wächst das Bewusstsein für den Müll, den wir täglich produzieren und dringend drastisch reduzieren müssen.“

2015 hat die Umweltprofessorin Jenna Jambeck von der Universität Georgia errechnet, dass von den 35 Millionen Tonnen Kunststoffmüll jährlich, neun Millionen Tonnen Plastik im Meer landen. Mittlerweile ist die Zahl gestiegen.

Kleber

Immer mehr Staaten verbieten aus diesem Grund Plastiktüten, Strohhalme und andere Einwegartikel aus Kunststoff. In England soll ein Verbot von Strohhalmen, Plastikrührstäben und Wattestäbchen bis Ende des Jahres in Kraft treten. Großbritannien verbraucht jedes Jahr 8,5 Milliarden Plastikstrohhalme.

„In Deutschland ist ein Verbot von Plastiktüten, Mikroplastik und Einwegutensilien aus Kunststoff überfällig.“, fordert die GAL. Innerhalb Europas liegt Deutschland beim Verbrauch und der Produktion von Plastikmüll an der Spitze.

Batterien

Die GAL-WählerInnengemeinschaft will die Müllsammel-Aktion an anderer Stelle in Lübeck wiederholen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Paket mit Zeitungen

Feuerzeug

 

Müll soweit das Auge reicht

Gefährliche Scherben

ausgewaschener Porenbeton

13 Säcke Müll

 

nach zweistündiger Aktion

 

im Naturschutzgebiet Gothmund

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GAL-Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 6. Mai 2018

GAL-Wahlprogramm 2018.pdf

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Katja Mentz

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